Dienstag, 2. August 2016

Swissalpine Marathon Davos 2016-7. Sieg super happy

Nach einem sehr guten Saisonstart und dem Sieg am Ecotrail in Oslo, wurde jedoch meine Vorbereitung auf den diesjährigen Alpine von einigen Turbulenzen unterbrochen. Trotzdem durfte ich mit einem guten Lauf meinen 7. Sieg feiern und nun kann ich noch einige Tage gut trainieren und hoffe, dass ich bis am 20.08. in topform bin um am Ultravasan eine gute Leistung zu zeigen.


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heute möchte ich euch aber nichts über den Verlauf des Wettkampfes an sich erzählen, sondern euch einige Fragen beantworten, die mir die Tage am meisten gestellt wurden:

1. Was denkst du die ganze Zeit während den 76km?

-ich bin eigentlich immer sehr konzentriert und bin mit den Gedanken beim Wettkampf. Ich denke an einen lockeren Laufstiel und ein gute Laufgefühl. Gegen Ende des Wettkampfes gehen die Gedanken natürlich immer öfters zum Zieleinlauf und man freut sich auf den kommenden Zieleinlauf.
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2. Wie verpflegst du dich unterwegs?

-am Swissalpine habe ich das Glück, dass ich meine eigene Getränke und Gel von meinen Betreuern bekomme. Ich trinke im Durchschnitt ca. jede 8km einen kleinen Bidon (3dl) mit Winforce Carbo Basic plus gemischt mit Winforce Power Pro plus (1:1). Dazu gibt es ein Ultra Energy Gel auch von Winforce. Neu seit diesem Jahr nehme ich noch jede 20km ein kleines Stück selbst gebackener Reiskuchen, da ich doch letztes Jahr am Alpine und am Ultravasan zum Ende einen kleinen Hungerast hatte. Dieses Jahr war die Verpflegung so perfekt für mich.

3. Was ist der Höhepunkt beim Alpine?

-für mich sicherlich der Durchlauf in Bergün, Passage Keschhütte und der Zieleinlauf im Stadion in Davos

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4. Was tut dir alles weh und wie lange brauchst du Erholung?

-während des Laufes verspürte ich gegen Ende Muskelverspannungen an den Hamstings, jedoch war dies gut erträglich. Früher konnte ich aber nach dem Alpine einige Tage kaum laufen, und sicherlich nicht joggen. Doch in den letzten Jahren habe ich keine Schmerzen mehr nach dem Lauf einfach müde Füsse und Muskeln. Ich denke, dass sich über die Jahre der Körper an diese Belastungen gewöhnt hat. Dies erlaubt mir natürlich auch eine schneller Regeneration und ich bin 3 Tage nach dem Alpine (Dienstags) locker 10km gejoggt und werde so ab Donnerstag wieder mein Training aufnehmen.
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mehr zum Lauf und Resultate findet ihr unter:www.swissalpine.ch

Dienstag, 24. Mai 2016

Ecotrail Oslo 80 KM

Ab nach Oslo an den Ecotrail...
Auf dem Weg zum Flughafen Zürich durfte ich gemeinsam mit Ruedi und Reto einen Check über 6500.- an die Schweiz. MS Gesellschaft übergeben.

Checkübergabe an Schweiz. MS-Gesellschaft mit : Reto Hunziker, Jasmin Nunige, Regula Muralt und Ruedi Frehner
Der Betrag ist Teil des Erlöses von «The Special Run for Special People». Fast 43'000 sfr. wurden bei diesem Projekt www.ruedirennt.ch erlaufen, so dass nebst den ursprünglich definierten Institutionen Special Olympics, Verein Quack und Blind Jogging weitere, sorgfältig evaluierte Projekte für benachteiligte Menschen unterstützt werden können.
«Die grosszügige finanzielle Unterstützung von RUEDIRENNT wird für Gruppenaufenthalte von schwer MS-Betroffenen eingesetzt», erklärt Regula Muralt. In einem solchen Gruppenaufenthalt erleben MS-Betroffene Lebensfreude, abwechslungsreiche Momente und erhalten neue Impulse für ihr oftmals monotones Alltagsleben. «Für kurze Zeit erleben sie eine Normalität, wie sie für gesunde Menschen selbstverständlich ist.»
Die 6500 Franken bedeuten, dass 14 schwer MS-Betroffenen ein Tag im Gruppenaufenthalt geschenkt werden kann. «Die Entlastungsaufenthalte bieten den Betroffenen und ihren pflegenden Angehörigen Zeit, um Kräfte zu tanken», sagt Regula Muralt. «Solche Verschnaufpausen und der Abstand zum Alltag schaffen grundlegende Ressourcen für beide Seiten.

Anschließend ging's direkt  weiter von Zürich nach Oslo, wo ich mich mit Alexandra, einer guten Freundin getroffen habe. Wir genossen den Donnerstag Abend mit einem Spaziergang im neuen und modernen Teil von Oslo dem Hafenviertel Tjuvholmen und Aker Brygge. Ein feines Nachtessen mit frischem Fisch durfte natürlich auch nicht fehlen.
Aker Brygge

Stranden Jasmin und Alexandra
frischer Fisch


Opera

Am Freitag hiess es dann: Vorbereitung für den Ecotrail ecotrailoslo.com vom Samstag, welcher über 80km ausgetragen wurde. Start und Ziel waren jeweils im Stadtzentrum in unmittelbarer Nähe der berühmten Osloer Oper. Weiter ging es durch die Grünanlagen von Oslo hinaus in die Wälder und Seenlandschaft. Das Konzept Ecotrail gibt es nun schon seit einigen Jahren und die Vorreiter dieser Organisation ist Frankreich mit dem Ecotrail von Paris. Nun gibt es von Jahr zu Jahr mehr Organisatoren  welche mit diesem Konzept arbeiten und so findet man dieses Jahr noch weitere Ecotrail. So in Stockholm, Brüssel und Madeira. In den nächsten Jahren werden noch weitere Städte dazu kommen. Es ist ein tolles Konzept, da Trail und Stadt zusammen geführt werden und vor allem steht auch der Umweltschutz (WWF als Partner) im Vordergrund. Es gibt keine Plastikbecher, Transporte nur mit öffentl. Verkehrsmitteln, usw.

Am Samstag um 9h ging es dann los. Ich war schon sehr gespannt auf die Strecke und wusste auch nicht genau, wie ich so früh in der Saison mit den 80km laufen klar komme.

Start 9 h Stadtzentrum

Gleich am Start wurde ein gutes Tempo angeschlagen und ich war erstaunt, dass die Italienerin Simone Morbelli gleich mit der ersten Männergruppe mitlief. So bin ich auch schneller angelaufen, als ich eigentlich geplant hatte. Ich fühlte mich jedoch von Beginn an sehr gut und konnte mich in der 1. Steigung von der Italienerin absetzten, welche zum Schluss  den 3. Rang (7.55.53) hinter der Norwegerin Brynthe Henriette (7.50.35) 3. belegte.
So lief ich meinen Rhythmus weiter und genoss, nach den ersten KM im Stadtteil die tolle Natur. Die Strecke verlief während den ersten 5km in der Innenstadt , wechselte dann aber schnell auf sehr abwechslungsreiche Streckenteile mit Trails und Naturstrassen. Vorbei ging es an verschiedenen Seen und Bauernhöfe, aber auch die typischen norwegischen Sumpfgebiete wurden nicht ausgelassen. So gab es auch einige technisch anspruchsvolle Passagen mit vielen Wurzeln, vermoderten Holzteilen und Sumpf. Da war man froh, wenn man die Laufschuhe doch rel. satt und gut gebunden hatte.
Einer der Höhepunkte war natürlich die Passage im Holmenkollen (km 35) mit der Rollskibahn, Biathlonanlage und der legendären Sprungschanze.
Hotel Holmenkollen

Sprungschanze Holmenkollen

Verpflegungsstation

 Unterwegs hatte es nur 4 Verpflegungsstationen, was bedeutet, dass man doch einiges an Eigenverpflegung mitnehmen musste. Ich bin auch dieses Mal wieder mit Carbo Basic plus und Power Pro plus von Winforce optimal verpflegt gewesen. Dazu nahm ich noch ca. jede 15km ein Gel (Winforce) und etwas selbstgemachten Reiskuchen.
Für mich war dies ideal und ich konnte sogar auf der 2. Streckenhälfte noch zulegen und lief dann ständig an 4. Stelle (hinter 3 Männern).
Aber auch ich musste dann doch noch zum Schluss richtig auf die Zähne beissen. Die letzten 5 km führten entlang der Meeresbucht von Oslo und war auf asphaltiertem Untergrund. Trotz der eindrücklichen Umgebung wurden die Beine sehr schwer und auch der Energietank war leer. Ich musste meine ganz mentale Stärke einsetzen um mein Tempo einigermassen zu halten und ich war überglücklich als ich die Ziellinie als 1. Dame (6.54.41) und Overall 3. erreichte. (ich konnte 5km vor dem Ziel noch den 3. Mann abfangen, welcher eine noch grössere Kriese eingefangen hatte als ich)

Rangliste:
Herren:  1. Jarle Risa (NOR) 6.27.35  2. Hallevard Schjolberg (NOR)  3. Anders Myrland (NOR)
Damen: 1. Jasmin Nunige (CH) 6.54.41 2. Henriette Brynthe (NOR) 3. Simona Morbelli (ITA)
Osloer Fjord
Gratulation von OK-Präsident Tomas Pinas

Für mich war dies ein toller Erfolg und es motiviert mich für die kommenden Wettkämpfe. Der Ecotrail Oslo kann ich nur jedem von euch empfehlen, da es einem ermöglicht eine Städtereise mit einem Trailwettkampf zu verbinden. (es gibt auch noch Distanzen über 45km, 30km, 18km) 
Auch ich und Alexandra genossen noch den Samstag Abend und den gesamten Sonntag in Oslo, wobei wir noch einige Museen und andere Sehenswürdigkeiten erkundet haben. 

Königsschloss

Am Montag hiess es dann Rückflug in die Schweiz. In Davos angekommen wurde ich mit leichtem Schneefall empfangen. Da bin ich jetzt doch froh sind einige Tage Erholung angesagt....

Freitag, 15. April 2016

Guter Saisonstart

Da ich dieses Jahr schon Ende Mai (21.05.16) in Oslo am Ecotrail über 80km starten werde, musste ich doch schon früh in die Laufsaison starten. Ich nutzte die Gelegenheit der doch eher milden Temperaturen im März um schon einige gute Laufeinheiten in Davos oder auf dem Rheindamm zu absolvieren.
Start Trail du petit Ballon
Es gab auch schon 2 Vorbereitungswettkämpfe. Der erste Trail war in Rauffach(F) über eine Distanz von 52km mit +-2000m, wo ich meinen ersten Saisonsieg feiern durfte. Das Laufgefühl war noch nicht top aber ich habe mir den Lauf gut eingeteilt und es hat einfach nur Spass gemacht. Das laufen auf weichem, trockenem Waldboden....was will man mehr...
Petit Ballon
3 Wochen später ging es wieder  in Begleitung von Guy ins Elsass zum Grand Défi des Vosges. Dieser Wettkampf ging über 58km auch mit 1900+-m. Bei idealem Wetter bin ich dieses Mal doch etwas offensiver gestartet und mein Laufgefühl wurde von km zu km besser. Am Ende eines tollen Laufes konnte ich meinen 2. Saisonsieg feiern und ich belegte sogar bei den Herren einen super 4. Rang.
Gleichgewicht und Flexibilität ist gefragt


Zieleinlauf in Niederbronn: Grand Défi des Vosges 58km


Mitt diesen Erfolgen kann es jetzt so richtig losgehen in die Laufsaison. Auch hier in Davos kommt langsam der Frühling und ich freue mich, wenn man wieder auf den wunderschönen Davoser Trail laufen kann.

Zuerst geht es aber noch für 14Tage nach Fuerteventura in den Urlaub/Trainingslager und eine Woche später werde ich in Oslo mein erstes richtet Saisonhighlight haben. Auf den 80km werd mir sicherlich alles abgefordert, aber ich freue mich sehr diese tolle Stadt laufend zu entdecken.  Start und Ziel wird vor der Opera sein und auch das ganze Holmenkollen-Gelände wird durchlaufen. Bin schon sehr gespannt...

Mehr dazu könnt ihr sicherlich zu einem späteren Zeitpunkt auf dieser Seite erfahren.

Samstag, 12. März 2016

Fascien


Die Fascien sind ein ganz besonderer Teil des Bindegewebes. Sie durchziehen den menschlichen Körper ohne Unterbrechung vom Kopf bis zu den Zehenspitzen. Muskeln, Knochen, Nerven, Blutgefässe, Organe sowie Gehirn und Rückenmark werden nicht nur von dieser “Haut“ umschlossen, sondern sind sogar untereinander verwebt-vergleichbar mit einem Schwamm oder einem dreidimensionalen Spinnennetz, das je nach Verknüpfung 0.3 bis 3 Millimeter dick ist. Ohne dieses Fasciennetz würden im Körperinneren die Organe herumfliegen, die Muskeln auslaufen, die Knochen herumbaumeln. Selbst die Bänder, Sehnen und Gelenkkapseln sind nach Ansicht anerkannter Forscher integraler Bestandteil dieses körperumspannenden Netzes.
 
Gleichgewicht und Stabilität


 Es existieren sehr viele sensible Mechanorezeptoren in den Fascien:  diese brauchen wir für : 1. Gleichgewicht, 2.  Muskeln und Sehnen schnell ansteuern, 3. dreidimensionale Bewegungen ausführen und Fehlspannungen aufspühren und aufheben.
Fasciendehnung-Selbstmassage-Selfrelease
Ganz wichtig : Fascien sind unmittelbar am Energietransfer beteiligt.  Die Fascien verwandeln die Kraft der Muskeln in Bewegung, können aber auch Bewegungsenergie speichern. Vorspannung-Katapulteffekt-Reboundeffekt.

 Fascien sind Bindeglieder zwischen Muskeln und Knochen aber auch Organen.  Tensegrity-Modell: Spannung-Zusammenhalt
Dieses Netzwek besteht sowohl aus stabilen, als auch elastischen Bestandteilen.

Durch spezielles Training werden Fascien aber nicht nur stark, sondern auch flexibel. Je geschmeidiger das Fasciengewebe ist, desto belastbarer und weniger anfällig ist es für Schmerzen.

Doch genauso wie Muskeln können auch Fascien überlasten, verhärten bzw. verkümmern, wenn sie entweder falsch oder gar nicht gefordert werden. So können Verletzungen, Narbenbildung, Entzündungen oder immer wieder Ueberlastung die Strukturen der Fascien verändern und die Elastizität verringern. Fascien reagieren plastisch. Sie nehmen oft die Form und Beschaffenheit an, die ihnen abverlangt wird. Bei Ueberforderung „verfilzen“ sie und bilden sog. CROSS-LINKS.(Querverbindungen)
 Die Fascien sind auch mit freien Nervenenden und Rezeptoren durchzogen, so können auch Schmerzsyndrome entstehen oder weitergeleitet werden.

Fusssohlen-Massage: Test mit Händen zu den Füssen!! Vor dem Rollen und danach!


FUNKTIONELLES FASCIENTRAINING

Das Ziel des funktionellen Fascientrainings mit der Blackroll ist es, die fundamentalen Bewegungsmuster zu trainieren wie beim Functional Training, darüber hinaus und zeitgleich das Bindegewebe neu auszurichten, auf seinen Anfangszustand zu bringen und überstrapaziertes bzw. durch Fehlhaltungen verletzte Strukturen und Bereiche zu therapieren.

Ziel: Das Herstellen bzw. Wiederherstellen einer maximalen, schmerzfreien Bewegungsfreiheit und eines Gleichgewichts sowie Abbau von Dysbalancen.
RANGE  OF MOTION

Hier noch ein paar Beispiele für funktionelles Fascientraining und Miofascial-Self-Release:
Kräftigung und Gleichgewicht

Kräftigung und Stabilität

Aufdehnung

Selfrelease

Selfrelease

Selfrelease

Mobilisation Wirbelsäule